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Aktuell

Zwischenbilanz zur Spargelsaison: zarte, aromatische und kräftige Spargelstangen

Dank Temperatursteuerung durch Spargelfolien erfolgt Produktion entsprechend der Nachfrage  

Bruchsal, 14. Mai 2024. Früher Erntebeginn, unbeständige Witterung mit Bodenfrösten im April und aufwendiges Folienmanagement prägten die bisherige Spargelsaison. Die teilweise noch sehr nassen Böden im März und April führten dazu, dass ein Teil der Spargelflächen nicht zum geplanten Zeitpunkt für die Saison vorbereitet werden konnten. Angesichts der Fröste im April waren die weißen Spargelstangen dank des Erddamms und der Folie gut geschützt. Beim Grünspargel und in den frühen Junganlagen von weißem Spargel gab es jedoch teilweise Schäden, und eine Tagesernte ist erfroren.

In der ersten Hälfte der diesjährigen Saison war das Engagement der Spargelanbauer sehr gefragt, denn die häufigen Wetterwechsel machten ein aufwendige Temperatursteuerung mit Folien erforderlich, um die Spargelmengen entsprechend der Nachfrage zu steuern und die Qualität der Spargelstangen zu gewährleisen.

„Alles in allem konnten die Spargelanbauer die Wetterkapriolen gut durch Flexibilität in der Planung und das Wenden der Folie ausgleichen, so dass die Marktversorgung meistens gut war. Das waren gute Voraussetzungen, um zum TAG DES DEUTSCHEN SPARGELS am 3. Mai wiederholt zu feiern. An diesem Aktionstag hat sich in diesem Jahr verstärkt der Handel mit Werbeimpulsen und Aktionen für regionalen Spargel eingebracht“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE).

Der Witterungsverlauf sorgte für ein wechselndes Angebot. Auf den Sonnenschein nach Ostern folgte eine kühlere Witterung, die weniger Erntemenge brachte und dafür sorgte, dass Spargel gesucht war. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichten viele Betriebe von einer guten Nachfrage nach inländischem Spargel.

Durchschnittlicher Verbraucherpreis nahezu auf Vorjahresniveau

„Der durchschnittliche Verbraucherpreis verzeichnet im Zeitraum Ende April bis Mitte Mai im Vergleich zum Vorjahr keine große Veränderung. Über alle Vermarktungswege und Sortierungen hinweg lag der durchschnittliche Verbraucherpreis für weißen Spargel aus Deutschland in der 19. Kalenderwoche bei 8,58 €/kg, im Vorjahr waren es 8,47 €/kg“, erklärt Claudio Gläßer, Spargelexperte bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).

Gute Spargelqualitäten durch Folieneinsatz

„Die Qualitäten des Spargels waren bisher gut. Es gab wenig dünne Stangen. Auch die Mengen haben gestimmt.  Die wechselhafte Witterung hat besondere Anforderungen an die Temperatursteuerung durch die Folien gestellt. Das verlangt den Spargelerzeugern eine höhere Flexibilität und ein aufwendigeres Folienmanagement ab, um die frische Ware der Nachfrage entsprechend zu produzieren. Mit den warmen Nächten wird es nun mehr Spargel geben“, resümiert Dr. Ludger Aldenhoff, Spargenanbauberater.

Wonnemonat Mai – Spargelhochsaison genießen und auskosten

Ralf Große Dankbar, Spargelanbauberater in Nordrhein-Westfalen, bilanziert: „Der Wonnemonat Mai läuft sehr gut. Das Angebot und die Nachfrage passen sehr gut zusammen. Noch gab es keine Hitzeperiode. Es ist ausreichend Wasser verfügbar. Die Qualitäten des Spargels sind sehr gut. Da die Ernte in den späten Spargelanlagen auch früher begonnen hat, gehe ich davon aus, dass einige Betriebe nicht bis zum 24. Juni Spargel ernten werden.“

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. empfiehlt deswegen, in der Hochsaison noch den Spargel zu genießen und gegen Saisonende sich vor dem Spargelkauf zu vergewissern, ob der jeweilige Spargelerzeuger auch bis zum 24. Juni, dem Johannistag, ernten kann. Denn die Spargelerzeuger achten darauf, dass die Spargelpflanzen rechtzeitig in die Austriebsphase des Laubs kommen, damit diese auch im Folgejahr kräftig austreiben, ein gutes Aroma entwickeln und Spargelstangen in guten Mengen produzieren können.

Tipp: Spargel einfrieren

Wer die Spargelsaison für sich verlängern will oder sie sich wieder in Erinnerung rufen will, der kann weißen und grünen Spargel auch einfrieren. Der Spargel sollte direkt nach dem Kauf geschält (bei Grünspargel nur das untere Drittel), seine holzigen Enden abgeschnitten und dann portionsweise roh eingefroren werden. Bei der Zubereitung muss der Spargel nicht zuerst aufgetaut werden, sondern kann direkt sehr kurz – für etwa drei bis fünf Minuten gedünstet oder angebraten werden.

Spargel-Flammkuchen für sommerliche Tage

Zutaten für einen Flammkuchen (4 Portionen):
für den Teig: 250 g Mehl – 125 ml lauwarmes Wasser – 1 TL Salz
für den Belag: 4 Stangen weißer Spargel – 4 Stangen grüner Spargel – 150 g Crème fraîche – optional: 100 g klein geschnittener Speck – Meersalz – Pfeffer – Rosa Pfeffer – Olivenöl zum Beträufeln
Zubereitung:
1. Mehl in eine Schüssel sieben und mit Salz vermischen, nach und nach Wasser zugeben und mit dem Rührgerät zu einem Teig verarbeiten, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten und Teig an einem warmen Ort in einer Schüssel zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen.
2. Spargelstangen waschen und schälen (bei Grünspargel nur das untere Drittel) und Enden abschneiden, Stangen in 3 – 4 cm große Stücke schneiden, Köpfe vertikal halbieren, übrige Spargelstangenstücke vertikal in dünne Scheiben schneiden
3. Ofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen
4. Teig auf einem Backpapier mit dem Nudelholz dünn auswellen, mit Crème fraîche gleichmäßig bestreichen, mit Pfeffer und Salz gut würzen, mit Spargelstücken und Speck (optional) belegen, mit Olivenöl beträufeln und nochmals mit Pfeffer und mit Rosa Pfeffer fürs Auge würzen
5. Flammkuchen bei 250 °C 15 – 20 Minuten backen.


 
Foto: VSSE e.V. / Isabelle Bohnert

Zum zweiten Mal: TAG DES DEUTSCHEN SPARGELS am 3. Mai

Um auf die vielen Vorzüge des heimischen Spargels aufmerksam zu machen, rief das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e.V. zum zweiten Mal am ersten Freitag im Mai, in diesem Jahr am 3. Mai, den TAG DES DEUTSCHEN SPARGELS aus. Dem nach hohen Standards, fair und nachhaltig produziertem heimischen Spargel steht teils weit gereister, nicht mehr so frischer Importspargel gegenüber. Auf dies machte auch die Kampagne mit teils witzigen und provokanten Slogans und Motiven unter www.deutschlandspargel.de aufmerksam. Neben vielen Spargelbetrieben machte der Handel in diesem Jahr verstärkt über Werbeimpulse und Aktionen auf diesen Tag aufmerksam.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE)

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE) vertritt die Interessen der Spargel- und Erdbeeranbauer mit dem Schwerpunkt in Süddeutschland. Mit rund 630 Mitgliedern ist der VSSE Deutschlands größter Verband für Spargel- und Erdbeeranbauer.
Weitere Informationen unter www.vsse.de


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Kontakte:
Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V.  
Werner-von-Siemens-Str. 2-6 / Gebäude 5161 / 76646 Bruchsal

Simon Schumacher Geschäftsführer / Vorstandssprecher
Tel.: +49 (0)7251 3032080
schumacher@vsse.de

Isabelle Bohnert
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)7251 3032184
bohnert@vsse.de

Früher Start der Erdbeersaison

Feine Früchtchen bringen leuchtende Farben und viel Aroma in den grauen Alltag

Bruchsal, 9. April 2024. Die Witterung hat es den Erdbeerpflanzen in diesem Jahr nicht schwer gemacht:
Es gab weder Frostnächte und noch Stürme. Auch Dauerregen und milde Wintertemperaturen haben sich bisher nicht negativ auf die Erdbeerpflanzen ausgewirkt. Diese stehen mehrheitlich auf Dämmen, erhalten so keine Staunässe und sind zu Saisonbeginn als verfrühte Erdbeeren in Hochtunneln geschützt angebaut. In Süddeutschland kann die Erdbeerernte rund um den 15. April nach und nach in den Tunneln starten. In den kühleren Regionen Deutschlands beginnt die Erdbeersaison etwa 14 Tage später.
„Nach den vielen grauen und verregneten Tagen freuen wir uns umso mehr auf die Erdbeersaison. Dank der Hochtunnel sind die sensiblen Erdbeeren gut vor Wind und Wetter geschützt, können durch Nützlinge vor Schädlingen verteidigt werden und so ungestört ihr Aroma voll entfalten. Zum ersten Mal feiern wir diese wohlriechende und süße Frucht am 24. Mai mit dem ‚Tag der Deutschen Erdbeeren‘“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE).

Ruhige Vorbereitungsphase sorgt für guten Start der Erdbeersaison

Die Einschätzung der aktuellen Situation für die heimischen Erdbeeren fällt durchweg positiv aus:
„Bei den Erdbeeren ist alles gut. Es gab bisher keinen Frost, keinen Sturm und auch keine Hitze. Der milde Winter hat sich bisher nicht als Problem gezeigt. Die Erdbeeren wachsen langsam heran. Ich rechne mit einem Erntebeginn um den 15. April, resümiert Christof Steegmüller“, Erdbeeranbauberater in Baden-Württemberg und in der Pfalz.

„Im Verhältnis sind wir aufgrund des milden Winters in diesem Jahr früh mit den Erdbeeren dran. Es wird wohl Mitte April mit der Ernte losgehen. Da es in Südhessen überwiegend leichte Böden sind, gibt es bisher keine erkennbaren Schäden durch hohe Wasserstände“, erklärt Katrin Hetebrügge, Erdbeeranbauberaterin in Hessen.

Für Westdeutschland trifft Erdbeeranbauberater Simon Schrey von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen folgende Einschätzung: „Grundsätzlich entwickeln sich die Erdbeerpflanzen gut. Nach einem sehr warmen Winter sieht es nach einer frühen Saison aus. Ich rechne mit einem Erntebeginn in den frühen Lagen Mitte bzw. Ende der 16. Kalenderwoche.“


Aus Norddeutschland Erdbeeranbauberater berichtet Tilman Keller: „Hier blühen die Erdbeerpflanzen gerade. Es ist ein sehr frühes Jahr. Wir rechnen in Hamburg und Niedersachsen mit einem Erntebeginn um den 28. April herum. In Schleswig-Holstein wird die Erdbeersaison etwas später starten.“


Dank des geschützten Anbaus können Kundinnen und Kunden von April bis Juli in der heimischen Hauptsaison Erdbeeren genießen.

Erdbeerfans bevorzugen nach wie vor heimische Erdbeeren

Im Jahr 2023 haben 53,5 % der privaten Haushalte in Deutschland mindestens einmal deutsche Erdbeeren gekauft. Das entspricht weitgehend dem Niveau des Vorjahres (2022 waren es 53,8 Prozent.) Laut den Zahlen des GfK Haushaltpanels hat jeder Haushalt 2023 insgesamt 4,13 kg (2022: 4,34 kg/HH) Erdbeeren aller Herkünfte eingekauft. Von diesen handelt es sich 2,09 kg (2022: 2,12 kg/HH), also knapp 51 Prozent um deutsche Erdbeeren. Der Selbstversorgungsgrad lag 2023 bei 53,4 Prozent, leicht höher als in 2022 mit 52,9 Prozent, was laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf einen recht starken Rückgang der Importe zurückzuführen ist.


Ein hoher Selbstversorgungsgrad an Erdbeeren ist ein aktiver Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz, da die Transportwege kurz sind und die Wasserverfügbarkeit in den deutschen Erdbeerhauptanbaugebieten vorhanden ist.

Tipps für den Erdbeergenuss

Erdbeeren sind sensible Früchtchen. Da sie leicht zerdrückt werden können, sollten sie im Einkaufskorb obenauf transportiert und keiner großen Hitze, beispielsweise im aufgeheizten Pkw, ausgesetzt werden. Auch beim Waschen ist Vorsicht geboten, denn sie verlieren rasch an Aroma, wenn sie einem starken Wasserstrahl oder einem langen Wasserbad ausgesetzt sind. Am besten wäscht man Erdbeeren vorsichtig kurz ein einer Schüssel. Die Kelchblätter sollten zuletzt entfernt werden, damit kein Wasser in die Erdbeere eindringt. Tagesfrisch schmecken Erdbeeren am besten.


Erdbeeren – reich an Vitamin C
Erdbeeren haben trotz ihrer Süße nur 32 Kalorien pro 100 Gramm.
Sie enthalten:
Vitamine: B2, B5, C und Folsäure
Mineralstoffe: Kalium, Magnesium
Bioaktivstoffe (sekundäre Pflanzenstoffe)
Mit 65 mg pro 100 g enthalten sie mehr Vitamin C als Orangen. Vitamin C regt den Stoffwechsel an.

Erdbeeren – ein Glück, das man nicht vergisst…

Von einem geringeren Risiko, an Demenz zu erkranken, wenn man Erdbeeren isst, geht eine Studie von Forschern der University of Reading in Großbritannien aus. Die Wissenschaftler führten eine Zwölf-Wochen-Untersuchung an 120 Personen im Alter von 50 bis 85 Jahren durch, die ein erhöhtes Risiko für Demenz hatten. Die Probanden, die täglich 200 g Erdbeeren aßen, wiesen beachtliche Verbesserungen in ihrer Gehirnfunktion und Stimmung auf. Die Forscher vermuten, dass dies auf die Antioxidantien und entzündungshemmenden Verbindungen der Erdbeeren zurückzuführen ist. (Quelle: https://www.chip.de/news/Studie-enthuellt-Warum-der-Verzehr-von-Erdbeeren-ein-Muss-ist_185197154.html - auch in der Fachzeitschrift „Nutrients“ erschienen)

Rezept: Erdbeereis mit Rhabarber-Ragout und Brownies

 
Bild: VSSE e.V. / Isabelle Bohnert


Zutaten für 5 Portionen: für das Eis: 350 g Erdbeeren – 2 EL Zucker – 250 g Naturjoghurt – 1 TL Zitronensaft – für das Rhabarber-Ragout: 500 g Rhabarber – 150 g Zucker – 1 Vanilleschote – für die Brownies: 100 g Zartbitterschokolade – 125 g weiche Butter – 75 g Zucker – Salz – 2 Eier – 100 g Mehl – 1/2 TL Backpulver – 1 TL Vanillezucker – 150 g Walnüsse – Kakaopulver – für die Deko: 150 g Erdbeeren – Zitronenmelisse


Zubereitung:
1. Das Eis: Die 350 g Erdbeeren vorsichtig waschen, Kelchblätter entfernen, halbieren und über Nacht frosten. Mit Zucker, Joghurt und Zitronensaft im Mixer zu Eis verarbeiten und in Förmchen füllen und 4 Stunden in den Gefrierschrank stellen.
2. Die Brownies: Die Schokolade hacken und in einer Metallschüssel im heißen Wasserbad unter Rühren schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Butter, den Zucker und das Salz in einer Schüssel mit dem Handrührgerät verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Eier und die geschmolzene Schokolade unterrühren. Das Mehl, das Backpulver und den Vanillezucker in einer zweiten Schüssel mischen und auf die Schokoladenmasse sieben. Die Walnüsse grob hacken und mit der Mehlmischung unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig in eine gefettete, quadratische Backform füllen und glattstreichen und im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten backen. 5 Minuten abkühlen lassen, nach der Garzeit auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig abkühlen lassen. Mit Kakaopulver bestäuben und zum Servieren in Stücke schneiden.
3. Das Rhabarber-Ragout: 150 ml Wasser und den 150 g Zucker zu einem Sirup kochen. Rhabarber waschen, putzen, schälen und in 3 cm lange, schräge Stücke schneiden. Rhabarber in eine ofenfeste Form geben, Mark der Vanilleschote hinzugeben und den Sirup darüber gießen. Die Form mit Alufolie bedecken und auf der mittleren Schiene 15 - 20 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 140 °C (Unter-/Oberhitze) garen und abkühlen lassen.
4. Restliche Erdbeeren waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Das Erdbeereis aus den Förmchen auf den Teller stürzen. Mit den Erdbeeren, dem Ragout, Minze-Blättchen und Brownies garnieren.

Wann beginnt die Erdbeersaison 2024?

 

Rückblick auf die Saison 2023

Laut dem Statistischen Bundesamt fiel die Erdbeerernte 2023 in Deutschland mit 130 649 Tonnen um knapp 2 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Das lag am Rückgang der Ertragsfläche im Freiland um 6,5 Prozent auf 9 324 Hektar. Die Anzahl der Betriebe, die Erdbeeren anbauen, sank wiederholt um 4 Prozent auf 1 842 Betriebe.

Wissenswertes rund um Erdbeeren sind unter www.facebook.com/erdbeerenvonhier und www.instagram.com/erdbeerenvonhier zu finden.
Weitere Informationen und Statistiken sind hier erhältlich.
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Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE)

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE) vertritt die Interessen der Spargel- und Erdbeeranbauer in Süddeutschland. Mit mehr rund 630 Mitgliedern ist der VSSE Deutschlands größter Verband für Spargel- und Erdbeeranbauer.

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Simon Schumacher Geschäftsführer / Vorstandssprecher
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Isabelle Bohnert
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Saisonstart für erstes heimisches Gemüse

Ostern: Heimischer Spargel bringt den Frühling auf den Teller

Bruchsal, 11. März 2024. Nach dem verregneten Herbst und Winter gibt es Lichtblicke auf dem Feld: Es wurden bereits erste Spargelstangen gefunden. Doch die Spargelsaison wird in diesem Jahr langsam starten. Erste nennenswerte Spargelmengen werden in der Direktvermarktung zum Osterfest erwartet. Mit Spargelpreisen wird im Rahmen der des Vorjahres gerechnet.

„Aufgrund des milden Winters treiben die Spargelpflanzen nun nicht durch einen großen Temperaturunterschied zwischen kalten Wintertagen und wärmeren Frühlingstagen schnell und stark aus, sondern aufgrund der milden Temperaturen langsam und weniger wüchsig. Die Nässe im Frühjahr hat bisher keine negativen Auswirkungen auf den Spargelwuchs gezeigt. Es gibt nur Spargelfelder, die aufgrund der Bodennässe später bearbeitet werden, und auf denen die Spargelernte später beginnen wird“, erklärt Spargelexperte Dr. Ludger Aldenhoff.

Erste nennenswerte Spargelmengen zu Ostern erwartet

Die Vorbereitungen für die Saison laufen auf Hochtouren. In dieser Woche wird schon der ein oder andere Betrieb etwas Spargel ernten. Ende März wird es die ersten nennenswerten Mengen an regionalem Spargel geben.

Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V., blickt optimistisch auf die Saison: „Die Anbauer haben unrentable und alte Spargelanlagen aus der Bewirtschaftung herausgenommen, um die gestiegenen Produktionskosten auszugleichen. Wir gehen davon aus, dass die Spargelpreise ähnlich wie im vergangenen Jahr ausfallen werden. Wie immer gilt: In der Direktvermarktung gibt es aufgrund von mehreren Sortierungen für jeden Geldbeutel Spargel.“

„Tag des Deutschen Spargels“ am 3. Mai 2024

Zum zweiten Mal wird es am Freitag, 3. Mai 2024, bundesweit den „Tag des Deutschen Spargels“ geben. Mit diesem Aktionstag will die Branche auf das wichtige erste Gemüse in Deutschland aufmerksam machen. Kunden und Kundinnen erhalten an den Spargelständen und in den Hofläden bei ihrem Spargelkauf eine kleine Überraschung.

Regional, nachhaltig und fair

Laut der AMI lag der Selbstversorgungsgrad in Deutschland bei Spargel im vergangenen Jahr bei 83 Prozent. Damit ist weißer Spargel eine der wenigen Gemüsearten, die zu diesem hohen Grad in Deutschland erzeugt und auch verzehrt werden. Der Kauf von heimischem Spargel sichert nicht nur die Selbstversorgung im eigenen Land, sondern ist auch nachhaltig und fair. Die kurzen Transportwege sparen eine Menge CO2 ein.
Mit 12,41 Euro liegt Deutschland nach Luxemburg, den Niederlanden und Irland 2024 in der Höhe des Mindestlohns an vierter Stelle in Europa. Erntehelfer und Erntehelferinnen in Deutschland erhalten mehr Mindestlohn als in Frankreich (11,65 Euro), in Spanien (6,78 Euro), in Griechenland (4,51 Euro). In Italien gibt es gar keinen landesweiten Mindestlohn.  

Rezept: Spargelröstis mit Räucherlachs

Zutaten vier Portionen: 1 kg Spargel - 600 g rohe Kartoffeln - 4 EL Mehl - 4 EL Rapsöl - 50 g Butter - 200 g Frischkäse - Saft einer Zitrone - 1 Bund Dill - 400 g Räucherlachs – Meersalz schwarzer Pfeffer
Zubereitung: 1. Spargel waschen, Enden abschneiden und bei Bedarf unteres Drittel schälen. Die Kartoffeln schälen. 400 g Spargel und Kartoffeln grob in eine Schüssel reiben, mit dem Mehl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den restlichen Spargel in 2 – 3 cm lange Rauten schneiden und garen.
2. In zwei Durchgängen jeweils 2 Rapsöl und 20g Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Röstis darin goldbraun backen.
3. Frischkäse mit dem Zitronensaft verrühren. Den Dill waschen, grob hacken und unter den Frischkäse geben. Den Frischkäse auf die Röstis streichen und mit Lachs belegen.




Bild: VSSE e.V. / Isabelle Bohnert

Rückblick auf die Saison 2023

Laut dem Statistischen Bundesamt fiel die Spargelernte 2023 deutschlandweit mit einer Erntemenge von 111 900 Tonnen um 1, 5 Prozent höher aus als im vergangenen Jahr. In den vergangenen sieben Jahren konnten durchschnittlich rund 121 928 Tonnen Spargel pro Jahr geerntet werden. Damit liegt die Erntemenge 2023 rund 8 Prozent unter diesem Durchschnitt. Die im Ertrag stehende Spargelanbaufläche hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 21 268 Hektar um rund 4 Prozent auf 20 371 Hektar verkleinert.
Der Ertrag wies mit 5,49 Tonnen pro Hektar gegenüber 2022 einen Anstieg um rund 6 Prozent auf. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr insgesamt 1 440 Spargelanbaubetriebe (2022: 1 502 Betriebe), die insgesamt 23 857 Hektar Anbaufläche (inklusive Junganlagen) bewirtschafteten. Die um rund 5 Prozent kleinere Anbaufläche als 2022 und der Rückgang der Anzahl an Spargelanbauern um 4 Prozent machen bereits die Auswirkungen der hohen Produktionskosten und der Schwierigkeit, auskömmliche Preise zu erzielen, sichtbar.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE)

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE) vertritt die Interessen der Spargel- und Erdbeeranbauer mit dem Schwerpunkt in Süddeutschland. Mit rund 630 Mitgliedern ist der VSSE Deutschlands größter Verband für Spargel- und Erdbeeranbauer.
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