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Erdbeersaison startet

Erdbeerpflanzen stehen gut da und tragen aromatische Früchte

Bruchsal, 25. April 2019. Trotz der letztjährigen Trockenheit stehen die Erdbeerpflanzen deutschlandweit gut da. Während in Süd- und Mitteldeutschland die Ernte bereits im Tunnelanbau begonnen hat, wird die Ernte im Osten und Norden, etwas später, Ende April beziehungsweise Anfang Mai beginnen. Nach aktueller Einschätzung ist der Großteil der Erdbeerpflanzen gut über den Winter gekommen, auch die kalten Frostnächte im April haben auf den ersten Blick keine größeren Schäden hinterlassen. Allerdings haben die Stürme im März und April bei den Anbauern Schäden und zusätzliche Arbeit verursacht.
„Nach dem letztjährigen schwierigen Produktionsjahr, das von Wetterextremen, hohen Erntemengen, schlechten Preisen und Erntehelfermangel geprägt war, blicken die Erdbeeranbauer positiv auf diese Saison. Aktuell spricht alles dafür, dass es ein gutes Erdbeerjahr mit ausreichend aromatischen Früchten wird“, Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE).
Warme und helle Tage bereits im Februar haben für einen frühen Entwicklungsstart der Erdbeerpflanzen gesorgt, der aber durch die kalten Phasen im März wieder ausgebremst wurde.
 „Die Pflanzen sind optimal über den Winter gekommen. Da es bereits viel Licht im Februar gab, hat die generative Entwicklung der Erdbeerpflanzen bereits zu diesem Zeitpunkt begonnen. Die Blüten sind teilweise groß und deuten auf große Früchte hin. Jetzt nach Ostern wird die Erdbeersaison in Süddeutschland beginnen“, erklärt Christof Steegmüller, Erdbeeranbauberater in Baden-Württemberg und der Pfalz.
Katrin Hetebrügge, Erdbeeranbauberaterin in Hessen, resümiert: „Nun hat die Ernte in den Tunneln in Südhessen begonnen. Die Fruchtgröße sieht gut aus. Mit steigenden Erntemengen ist Ende April beziehungsweise Anfang Mai zu rechnen. Die Pflanzbedingungen waren bei der Trockenheit im vergangenen Jahr sehr schwierig und nicht optimal für die Anwachsphase der Pflanzen. Hier muss man noch abwarten, ob das Auswirkungen auf die Ernte hat.“
Auch wenn die Erdbeerbestände allen Grund zum Optimismus geben, so bleiben dennoch folgende Herausforderungen bestehen: ausreichend Erntehelfer und Erntehelferinnen zu bekommen sowie einen fairen Preis für die Fürchte zu erhalten, der die steigenden Produktionskosten deckt und Investitionen ermöglicht.

Deutsche Erdbeeren konkurrieren mit Importware
 „Wir würden uns freuen, wenn der deutsche Handel zügig auf die vorhandene deutsche Ware umsteige“, betont Ludger Linnemannstöns, Erdbeeranbauberater aus Nordrhein-Westfalen.
Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hielten sich die Erdbeeren aus Spanien im vergangenen Jahr hartnäckig in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels, auch wenn es bereits mehrere Wochen deutsche Ware gab. So konnten viele Erzeuger ihre Früchte nur in der Direkt-vermarktung und über den Großhandel absetzen. Insgesamt importierte Deutschland laut AMI im vergangenen Jahr 5 Prozent weniger Erdbeeren als 2017 (2018: rund 103 000 Tonnen). So liegt der Selbstversorgungsgrad, der Anteil deutscher Erdbeeren an der gesamten Marktversorgung, nun bei 60, 8 Prozent und damit um 2,1 Prozentpunkte höher als 2017.

Geschützter Anbau nimmt zu

Der Anteil des geschützten Anbaus am gesamten Erdbeeranbau ist laut Statistischem Bundesamt 2018 um 21,4 Prozent gestiegen, und macht nun 12 Prozent der Erdbeeranbaufläche im Ertrag aus. Dabei liegt der Ertrag im geschützten Anbau um 60 Prozent höher als im Freiland. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) wird sich der Trend zum geschützten Erdbeeranbau auch 2019 fortsetzen.
Neben der Erntesicherung vor Starkregen, Hagel und Frost liegt der Fokus zunehmend darauf, die Qualität der Erdbeeren zu sichern und noch bessere Qualitäten zu erreichen.

Rückblick auf die Saison 2018
Laut dem Statistischen Bundesamt fiel die Erdbeerernte 2018 in Deutschland mit 141 693 Tonnen um 4,7 Prozent höher aus als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Anzahl der Betriebe, die Erdbeeren anbauen, um 6,8 Prozent auf 2101 Betriebe zurückgegangen. Auch die Anbaufläche ist mit rund 1 Prozent leicht rückläufig. Laut der AMI trieben die extremen Witterungsbedingungen wie mehrfacher Starkregen, Hagel, Hitze und extreme Trockenheit die an sich schon von Jahr zu Jahr steigenden Produktionskosten in die Höhe. Hinzu kamen Herausforderungen wie Erntehelfermangel und die Konkurrenz durch Importe bis in die deutsche Erdbeersaison hinein.

Wann beginnt die Erdbeersaison 2019?       

Region

Im Tunnelanbau

Im Freilandanbau

Norddeutschland

Anfang Mai (KW 18)

4. Maiwoche (KW 22)

Ostdeutschland

Anfang Mai (KW 18)

Ende Mai (KW 22)

Mitteldeutschland

Ende April (KW 18)

4. Maiwoche (KW 21)

Südwestdeutschland

Mitte/Ende April (KW 17)

2. Maiwoche (KW 19)

Tipps für den Erdbeergenuss
Erdbeeren sind sensible Früchtchen. Da sie leicht zerdrückt werden können, sollten sie im Einkaufskorb obenauf transportiert und keiner großen Hitze, beispielsweise im aufgeheizten Pkw, ausgesetzt werden. Auch beim Waschen ist Vorsicht geboten, denn sie verlieren rasch an Aroma, wenn sie einem starten Wasserstrahl oder einem langen Wasserbad ausgesetzt sind. Am besten wäscht man Erdbeeren vorsichtig kurz ein einer Schüssel. Die Kelchblätter sollten zuletzt entfernt werden. Tagesfrisch schmecken Erdbeeren am besten.
Wissenswertes rund um Erdbeeren sind unter www.facebook.com/erdbeerenvonhier zu finden.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V.  (VSSE)
Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e. V. (VSSE) vertritt die Interessen der Spargel- und Erdbeeranbauer in Süddeutschland. Mit über 600 Mitgliedern ist der VSSE Deutschlands größter Verband für Spargel- und Erdbeeranbauer.

Pressemitteilung als pdf

 




Kontakt

Simon Schumacher 

Vorstandssprecher
Tel.: 0 72 51/30 320 80
Fax:0 72 51/ 30 320 95
schumacher@vsse.de

Isabelle Bohnert 
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0 72 51/ 30 321 84 
Fax:0 72 51/ 30 320 95 
bohnert@vsse.de

Pressevertretern vermitteln wir gerne Kontakte zu Süddeutschen Spargel- und Erdbeeranbauern für Interviews und Beiträge.